Britische Rentner verbrennen Bücher
Tags: politik
Der Bedarf an gedruckten Büchern, vor allem von Enzyklopädien, ist in letzter Zeit gesunken. Warum sich regalmeterweise zentnerschwere und ziemlich teure Lexika kaufen, wenn es alles umsonst bei wikipedia gibt? Zunächst einmal gibt es nichts umsonst. Auch die wikipedia sammelt regelmäßig Geld in Form von Spenden ein. Außerdem sind Enzyklopädien wie der Brockhaus Kulturgüter und es geht nichts über das haptische Gefühl, wenn man ein in Leder gebundenes Buch mit Goldschnitt nach Informationen über Mozart, die Römer oder die Geschwindigkeit europäischer Schwalben durchsucht. Natürlich, wenn man die aktuelle Bevölkerungszahl der Dominikanischen Republik wissen will, muss man die aktuellsten Infos anzapfen (und was diese Art von Infos angeht, vertraue ich eher dem WorldFactBook des CIA).
Doch zum Thema. Rentner aus Großbritannien verbrennen massenhaft Bücher, die sie als Restposten erworben haben. Der Grund dafür liegt mitnichten am Inhalt der Bücher, sondern an deren Heizwert. Persönlich habe ich Skrupel selbst den billigsten Schinken wegzuwerfen. Vielen Rentner wird es ähnlich gehen. Deshalb finde ich es ziemlich traurig, dass in einer Nation wie GB die Menschen gezwungen sind, Bücher zu verbrennen.
(Fahrenheit 451 for Cash-Strapped UK Seniors – CNBC via http://blog.fefe.de/?ts=b5bda986)

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